Mit der 3D Simulation zur Wunschbrust
Die Wunschbrust vorab sehen – diesen Wunsch können wir unseren Patientinnen nun erfüllen.
wurde von PatientInnen auf www.docfinder.at
in der Kategorie Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie
zu einem / einer der beliebtesten ÄrztInnen Wiens gewählt.
Dr. Rolf Bartsch
Eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure an der Nasolabialfalte ist risikoarm, wenn sie richtig durchgeführt wird. Die gefährlichste Komplikation ist ein Gefäßverschluss. Er entsteht, wenn der Filler in ein Blutgefäß gelangt oder es von außen abdrückt. An der Nasolabialfalte ist das besonders heikel, weil hier ein wichtiges Gefäß für die Versorgung der Nase verläuft. Mit einer stumpfen Kanüle, der richtigen Schicht und ausreichend Erfahrung lässt sich dieses Risiko deutlich senken.
In seinem Video auf dieser Seite zeigt Dr. Rolf Bartsch den Fall einer Patientin, bei der genau das passiert ist.
Nasolabialfalten verlaufen rechts und links von den Nasenflügeln bis zu den Mundwinkeln. Umgangssprachlich heißen sie auch Lachfalten oder Kummerfalten. Eine leichte Falte hat jeder Mensch, sie gehört zur Mimik und wird beim Lachen stärker. Mit den Jahren verliert das Mittelgesicht aber an Volumen, das Gewebe der Wange rutscht nach unten, und die Falte wird tiefer.
Deshalb behandeln wir die Nasolabialfalte fast nie isoliert. Meist bauen wir zuerst im Mittelgesicht eine Stütze auf und behandeln so die Ursache. Eine reine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure direkt in die Falte reicht meist nicht. Wie das genau abläuft, beschreiben wir auf der Seite Nasolabialfalten behandeln. In diesem Artikel geht es um die Risiken.
Ein Gefäßverschluss nach einer Unterspritzung kann auf zwei Wegen entstehen. Entweder gelangt die Substanz bei der Injektion direkt in eine Arterie und verstopft sie von innen. Oder eine größere Menge Gel drückt das Gefäß von außen zusammen. In beiden Fällen wird das Gewebe dahinter nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt.
An der Nasolabialfalte verläuft die Arteria angularis, ein Ast der Gesichtsarterie. Sie zieht entlang der Falte nach oben zur Nase und versorgt unter anderem die Nasenflügel und die Nasenspitze. Wird dieses Gefäß blockiert, kann im schlimmsten Fall die Haut an der Nase absterben. Man spricht dann von einer Nekrose. Der genaue Verlauf der Arterie ist von Mensch zu Mensch verschieden. Man sieht ihn von außen nicht.
Bei der Patientin im Video wurde die Nasolabialfalte andernorts mit Hyaluronsäure unterspritzt. Dabei wurde eine spitze Nadel verwendet. Die Nadel hat ein Gefäß getroffen, der Filler hat es blockiert. Dazu kam, dass die Patientin bereits eine Nasenkorrektur hinter sich hatte. Bei dieser Operation waren schon Gefäße an der Nase verletzt worden. Beides zusammen hat dazu geführt, dass die Nasenspitze fast abgestorben wäre.
Dr. Rolf Bartsch hat die Patientin mit Hyaluronidase (Hylase®) behandelt, einem Enzym, das Hyaluronsäure auflöst. Dazu bekam sie ein Antibiotikum, Medikamente zur Förderung der Durchblutung und Wundsalben. Die Nase konnte erfolgreich behandelt werden.
Der Fall zeigt zwei Dinge. Erstens: Die Wahl des Instruments spielt an der Nasolabialfalte eine große Rolle. Zweitens: Eine voroperierte Nase ist ein eigener Risikofaktor.
Bei der Nasolabialfalte empfehlen wir dringend, nie mit einer spitzen Nadel, sondern mit einer stumpfen Kanüle zu arbeiten. Eine Kanüle hat ein abgerundetes Ende. Sie schiebt Gefäße eher zur Seite, statt sie anzustechen. Mit einer Nadel, auch mit einer sehr feinen Nadel, kann dagegen der Hauptast, der die Nase versorgt, verletzt werden. Im besten Fall entsteht dann ein großer blauer Fleck, im schlimmsten Fall stirbt die Nasenspitze ab.
Die Behandlung mit Nadeln ist nicht grundsätzlich falsch. In seltenen Fällen setzen auch wir Nadeln ein. An der Nasolabialfalte aber weiß man nicht, wie das Gefäß bei der einzelnen Patientin verläuft. Deshalb ist die Kanüle hier die sicherere Wahl.
Fragen Sie vor einer Unterspritzung ruhig nach, ob mit Nadel oder Kanüle gearbeitet wird. Eine seriöse Ordination beantwortet diese Frage gern.
Nach einer Nasenkorrektur ist die Anatomie bereits verändert. Gefäße können durchtrennt oder vernarbt sein. Die Durchblutung der Nasenspitze hängt dann stärker an den verbliebenen Gefäßen. Wird eines davon zusätzlich durch Filler blockiert, fehlt die Reserve.
An einer voroperierten Nase spritzen wir deshalb nicht. Das gilt auch für eine Nasenkorrektur mit Filler, die sogenannte Liquid Nose. Die Nasolabialfalte selbst können wir auch nach einer Nasenkorrektur unterspritzen, dann selbstverständlich mit Kanüle und besonderer Sorgfalt. Sagen Sie uns im Beratungsgespräch bitte immer, ob Sie schon einmal an der Nase operiert wurden.
Ein Gefäßverschluss zeigt sich meist sofort oder in den ersten Stunden nach der Behandlung. Diese Warnzeichen sollten Sie kennen:
Ein gewöhnlicher blauer Fleck ist dagegen meist klar begrenzt, tut kaum weh und wird von Tag zu Tag heller. Im Zweifel gilt: Melden Sie sich sofort bei der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt. Warten Sie nicht bis zum nächsten Tag.
Bei einem Gefäßverschluss durch Hyaluronsäure zählt jede Stunde. Die wichtigste Maßnahme ist, die Hyaluronsäure mit Hyaluronidase aufzulösen. Das Enzym wird in den betroffenen Bereich gespritzt, entweder mehrfach und in größeren Mengen oder gezielt unter Ultraschallkontrolle. Je nach Situation kommen Medikamente zur Förderung der Durchblutung, ein Antibiotikum und eine sorgfältige Wundversorgung dazu. Mehr zum Enzym finden Sie auf der Seite Hyaluronidase.
Wir haben Hyaluronidase in der Ordination immer vorrätig. Das sollte für jede Praxis gelten, die Filler im Gesicht einsetzt.
Ein Gefäßverschluss ist selten. Häufiger sind harmlose unerwünschte Wirkungen, die vor allem in den ersten Tagen auftreten und von selbst wieder verschwinden:
Blutergüsse: Sie sind die häufigste Nebenwirkung. Mit der Kanüle lassen sie sich in den meisten Fällen vermeiden. Entsteht doch ein Bluterguss, ist er meist nach ein bis zwei Wochen verschwunden.
Schwellung und Rötung: Direkt nach der Behandlung ist der Bereich oft leicht geschwollen und gerötet. Das legt sich meist innerhalb weniger Tage.
Knötchen: Liegt der Filler zu oberflächlich oder an einer Stelle zu viel davon, können tastbare Knötchen entstehen. Hyaluronsäure lässt sich in diesem Fall ebenfalls mit Hyaluronidase auflösen. Extrem selten kommt es Monate später zu einer Granulombildung, also einer entzündlichen Reaktion des Körpers auf den Filler.
Ein unnatürliches Ergebnis: Wird die Nasolabialfalte nur aufgefüllt, ohne das Mittelgesicht zu stützen, wirkt das Gesicht schnell schwer und aufgedunsen. Das ist kein medizinisches Risiko im engeren Sinn, aber einer der häufigsten Gründe, warum Patientinnen und Patienten mit dem Ergebnis einer Unterspritzung unzufrieden sind.
Allergische Reaktionen: Hyaluronsäure ist ein Bestandteil des Körpers. Eine echte Allergie gegen Hyaluronsäure ist deshalb sehr selten.
Infektion: Extrem selten entzündet sich eine Einstichstelle. Deshalb desinfizieren wir die Haut vor jeder Injektion gründlich.
Ganz ausschließen lässt sich ein Risiko bei keiner Unterspritzung. Diese Punkte senken es deutlich:
Kanüle statt Nadel: An der Nasolabialfalte arbeiten wir mit einer stumpfen Kanüle.
Stütze statt Auffüllen: Wir behandeln zuerst das Mittelgesicht. Dadurch braucht es direkt an der Falte nur wenig oder gar keinen Filler, und genau dort verläuft das kritische Gefäß.
Kleine Mengen und langsames Injizieren: Wir spritzen das Gel langsam und in kleinen Portionen.
Anamnese: Wir fragen nach früheren Operationen an der Nase, nach früheren Behandlungen mit Fillern und nach blutverdünnenden Medikamenten.
Hyaluronidase griffbereit: Sollte doch etwas passieren, können wir sofort reagieren.
Erfahrung in ästhetischer Medizin: Die Behandlungen führen bei uns Ärztinnen und Ärzte unseres Teams für ästhetische Medizin durch: Dr. Rolf Bartsch, Dr. Katrin Bartsch und Dr. Eman Khater.
In den letzten beiden Fällen bringt mehr Filler kein besseres Ergebnis. Dann ist eher ein operativer Eingriff sinnvoll. Facelifts bieten wir selbst nicht an, wir sagen Ihnen aber ehrlich, wenn eine Unterspritzung an ihre Grenzen kommt.
Blutverdünnende Medikamente sollten Sie, wenn medizinisch möglich, vor der Behandlung reduzieren oder absetzen. Tritt Herpes bei Ihnen oft auf, kann es sinnvoll sein, vorher ein Virostatikum einzunehmen.
Beratung: Wir sehen uns Ihr Gesicht in Ruhe und in Bewegung an, fragen nach Voroperationen und Medikamenten und klären, ob eine Unterspritzung sinnvoll ist.
Behandlung: Bei der Behandlung mit Hyaluronsäure enthalten die Filler meist ein örtliches Betäubungsmittel. Wir arbeiten mit einer stumpfen Kanüle über wenige Einstichstellen. Die Behandlung dauert etwa 15 bis 20 Minuten.
Danach: Das Ergebnis ist sofort sichtbar. Am Behandlungstag sollten Sie keinen Sport machen. Bemerken Sie eines der Warnzeichen, melden Sie sich sofort.
Kosten: Die Behandlung der Nasolabialfalten kostet bei uns ab 500 €. Weil wir das Mittelgesicht fast immer mitbehandeln, richtet sich der genaue Preis nach der Menge an Präparat.
In erfahrenen Händen und mit Kanüle ist die Behandlung risikoarm. Das größte Risiko ist ein Gefäßverschluss, weil an der Nasolabialfalte ein Gefäß zur Nase verläuft. Mit der richtigen Technik lässt es sich deutlich senken.
Im schlimmsten Fall ja, wenn das Gefäß zur Nase blockiert wird und nicht rechtzeitig gehandelt wird. Das ist sehr selten. Wird ein Gefäßverschluss früh erkannt und mit Hyaluronidase behandelt, lässt sich das Gewebe meist retten.
An einem plötzlichen, starken Schmerz und an einer weißen oder bläulichen Verfärbung der Haut. Dann sofort die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt kontaktieren.
Die Kanüle hat ein stumpfes Ende und schiebt Gefäße eher zur Seite. Eine spitze Nadel kann ein Gefäß dagegen leichter anstechen.
Ja, mit Kanüle und besonderer Sorgfalt. An der Nase selbst spritzen wir nach einer Nasenkorrektur aber nicht, weil die Durchblutung dort bereits verändert ist und das Risiko einer Nekrose steigt.
Nein. Hyaluron, also Hyaluronsäure, ist ein Wirkstoff, der im Körper selbst vorkommt, zum Beispiel in der Haut. Die Risiken hängen vor allem von der Injektion ab: wo, wie tief und mit welchem Instrument gespritzt wird.
Im Erstgespräch in unserer Ordination in Wien sehen wir uns Ihr Mittelgesicht an, fragen nach Voroperationen und sagen Ihnen, ob eine Unterspritzung für Sie sinnvoll und sicher ist. Waren Sie schon andernorts in Behandlung und sind unsicher, ob etwas nicht stimmt, melden Sie sich ebenfalls.
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