Was ist Mondor disease

„Mondor disease“: Verhärtung durch eine Brustvergrößerung?

„Mondor disease“ wurde erstmals 1939 von dem französischen Chirurgen Henri Mondor (1885-1962) als Venenentzündung an der Brustwand bei Frauen beschrieben. Der tastbare Mondor-Strang ist eine gutartige Veränderung oft auch an der Brust, die zwar Beschwerden verursacht, sich jedoch in der Regel spontan binnen längstens drei Monaten zurückbildet. Diese druckschmerzhaften Stränge an der Brust entstehen durch eine vorübergehende Entzündung von Lymphgefäßen und/oder Verstopfung der Venen. Diese so genannten Thrombophlebitiden führen zu einer strangartigen Abzeichnung unter der Haut. Nach einem Eingriff an der Brust, dies kann eine Brustvergrößerung, Brustverkleinerung, aber auch Bruststraffung sein, kann dieses Zeichen unmittelbar nach der Operation bis wenige Monate danach auftreten.

Mondor disease

Mondor disease

Vor allem bei sehr schlanken Frauen entsteht durch die Spannung und den Druck diese vorübergehende Entzündung, die keinerlei zusätzliche Behandlung benötigt. Dieser verhärtete Strang, der sowohl einseitig, als auch beidseitig auftreten kann, verschwindet nach einigen Wochen von selbst.

In der Regel lassen sich diese Erscheinungen durch entzündungshemmende Medikamente und durch Wärme beseitigen. Auch ein leichtes Massieren dieser Stränge kann diese Schwellung schneller zum Abklingen bringen. Es besteht kein Grund zur Beunruhigung oder der Anlass einer weiteren Behandlung. Sie sollten bei Unsicherheiten dennoch immer Ihren Plastischen Chirurgen kontaktieren, um andere Diagnosen auszuschließen.

Ich selber habe dieses Phänomen schon am Beginn meiner Ausbildung nach Brustoperationen gesehen. Patientinnen beschreiben es als einen Strang bei dem man vermutet, dass eine Naht zu oberflächlich liegt. Viele Chirurgen kennen dieses Bild, das bei ca. 3-5% der Patientinnen vorkommt, nicht. Bei Fragen gerne direkt unter +4369911222000 per Messenger melden.

Ihr Dr. Rolf Bartsch