Nebenwirkungen Hyaluron Botox

Nebenwirkungen von Hyaluronsäure und Botox  – warum uns Aufklärungsarbeit so wichtig ist:

Der Wunsch, sich in seiner Haut wohl zu fühlen und jugendlich, frischer oder weniger müde und weniger traurig auszusehen, ist ein Anliegen, bei dem wir Menschen sehr gerne unterstützen. Hierbei geht es nicht nur um die optimale Beratung bzw. Betreuung unserer Patienten/Patientinnen, sondern auch darum, schon vorab viele Informationen bereitzustellen und in diversen Foren Aufklärungsarbeit zu leisten.

Warum unseren Ärzten Aufklärungsarbeit im Internet bzw. Foren ein Bedürfnis ist:

Natürlich freut es uns sehr, zu sehen, dass die kontinuierlichen Fortschritte in der ästhetischen Medizin vielen Menschen zu einem glücklicheren Leben verhelfen. Jedoch gibt es auch Trends, die sehr bedenklich sind, vor allem, wenn es um die Verharmlosung von ästhetischen Eingriffen geht. Da es sich um einen medizinischen Eingriff handelt, sollte man nie vergessen, dass dieser nur von geschulten Händen durchgeführt werden darf, da es ansonsten es zu fatalen Folgen kommen kann.

Warum wir Patientensouveränität begrüßen:

Durch die kontinuierliche Transparenz im World Wide Web steigt auch zunehmend die Patientensouveränität, eine Entwicklung, die wir sehr begrüßen. Dem Konsumenten ist es somit möglich, sich vorab zu informieren und damit fällt es „Scharlatanen“ immer schwerer, sich zu halten, nicht zuletzt dank ehrlichen Bewertungsportalen. Außerdem glauben Patienten schon lange nicht mehr, dass alles nur „eitle Wonne“ ist. Denn wie heißt das alte Sprichwort: „Ehrlichkeit währt am längsten.“ Doch am besten Sie lesen selbst….

Patientenfrage im Forum von „Estheticon“, einem Aufklärungsportal für ästhetisch-plastische Chirurgie vom 31.07.2018:

„Welche Nebenwirkungen können nach der Behandlung mit Hyaluronsäure oder Botox vorkommen?“

Antwort Dr. Rolf Bartsch:

Botox® ist ja eigentlich der Markenname für Botulinumtoxin, ein Medikament – kein Gift 🙂
Die Nebenwirkungen bei „Botox“ beschränken sich auf die von den Nadelstichen. Dadurch können blaue Flecken oder Rötungen an den Einstichstellen entstehen. Eine „Allergie“ gegen Botox ist extrem selten und äußert sich – wenn überhaupt – in der „fehlenden Wirkung“ von Botox. Der Körper bildet Antikörper und dadurch bleibt die Wirkung aus. Das findet so gut wie nie bei dem von mir verwendeten Produkt Bocouture statt, da dieses frei von Komplexproteinen ist, die bei anderen Produkten enthalten sind. Warum sind diese Proteine bei anderen Produkten enthalten? Sie dienen dazu, das Produkt stabil zu halten und wurden in dem jeweiligen Verfahren nicht „entfernt“. Diese anderen Produkte weisen aber gleiche Wirkungen auf.

Nebenwirkungen von Botox können bei falscher Anwendung in einem hängenden Augenlid oder hängenden Mundwinkel resultieren. In diesem Fall ist Geduld angesagt, da es kein Gegenmittel gibt.

Behandlungen mit Hyaluron, die oft als harmlos abgetan werden, sind in meinen Augen viel gefährlicher. Für mich ist es komplett unverständlich, warum mittlerweile Heilpraktiker oder Kosmetikerinnen in manchen Länden OHNE jegliche Ausbildung Filler spritzen dürfen. Die Gefahr liegt neben einer Infektion durch unsaubere Handhabung vor allem darin, Gefäße zu verletzten oder gar zu verstopfen.

Hyaluron Botox Nebenwirkungen

Die Berichte von Erblindungen nach Fillerbehandlungen sind in den letzten Jahren rapid im Ansteigen. Dies aber nicht, weil die Produkte schlechter geworden sind, sondern weil die Zahl der Unwissenden, die diese anwenden, massiv angestiegen ist.
Eine fundierte Ausbildung und Training im Notfallmanagement sind unbedingt erforderlich, wenn man beginnt, mit Fillern zu hantieren! Wie Kollegen hier berichten, sind die häufigeren Nebenwirkungen aber eher Rötungen oder Schwellungen – und diese können gerade bei der Verwendung von Kanülen über mehrere Wochen bestehen bleiben.

Erkundigen Sie sich genau, welche Ausbildung Ihr/e Behandler/in gemacht hat und fragen Sie nach, ob ein Markenprodukt verwendet wird, denn der Preisunterschied hat einerseits mit den verwendeten Produkten, aber auch vor allem damit zu tun, was der Arzt oder die Ärztin für die Behandlung verlangt.

Wenn unter 250 € pro Ampulle verlangt wird, kann es wohl nicht mit rechten Dingen zu gehen.