Tattooentfernung, Laser, Tattoo

TATTOOS entfernen – aber RICHTIG!

Sie haben sich vor Jahren ein Tattoo stechen lassen, aber jetzt haben sich die Umstände verändert, es gefällt Ihnen nicht mehr oder „passt nicht mehr so ganz“? So geht es immer mehr Menschen. Sich ein Tattoo stechen zu lassen geht oft schneller als die Entfernung. Aber keine Sorge. Mit der richtigen Technik und mit unseren 18 Jahren Erfahrung können Sie vor allem dunkle Tattoos wieder sanft und dauerhaft loswerden.

Bereits in den 1960ern gab es die ersten Versuche „Schmutztätowierung“ mittels Laser zu entfernen. Die ersten Laser hinterließen durch die hohe Energie allerdings oft unschöne Narben. Dies kann heute selbst mit den modernsten Lasern passieren, wenn der oder die Anwender zu wenig Erfahrung und Know-How hat.

Das Prinzip der Tätowierungsentfernung durch Laser beruht auf der sogenannten selektiven Photothermolyse. Laser senden Licht aus und dieses wird von sowohl natürlichen Pigmenten, als auch von fremden Farbpigmenten wie im Fall von „Schmutztätowierungen“ absorbiert. Dadurch kommt es zu einer Erhitzung des Pigments und einer darauffolgenden Expansion – „Shock wave“ – mit Zersprengung der pigmentierten Strukturen. Moderne Laser haben eine ganz kurze Pulszeit – im Nano- oder Picosekundenbereich – die zu einer selektiven Zerstörung des Pigments führt, ohne die Umgebung zu sehr zu erwärmen. Dadurch werden die Farbpigmente zunächst aus dem Zellverband geschossen und in weiterer Folge von den körpereigenen Fresszellen über das Lymphsystem abtransportiert.

Grundsätzlich gibt es vier Laser, mit denen die Pigmente „gelöst“ werden:

Wellenlänge (nm) Behandelbare Pigmentfarbe Impulsdauer
QS-Rubinlaser 694 Nanosekunden
QS-Alexandritlaser 755 schwarz, braun, blau, grün Nanosekunden
QS-NdYAG Laser 1064 schwarz, blau Nanosekunden
QS-KTP Laser 432 braun, rot, orange Nanosekunden
Pico Laser 532, 755, 1064 schwarz, braun, blau, grün, orange Picosekunden

Betrachtet man die Tabelle nur kurz, scheint es klar zu sein, dass der Picosekunden-Laser einen Vorteil hat. Kürzere Impulsdauer und mehrere Farben auf einmal zu entfernen, werden auch als Vorteil zu anderen Systemen angepriesen. Immer mehr Stimmen machen sich aber bemerkbar, dass diese ultrakurzen Impulse eventuell eine nachhaltige Beeinflussung der Zellen mit sich bringen könnten. Anfangs wurde hier auch versprochen, dass die Anzahl der Sitzungen geringer wäre, dies hat sich aber nicht immer bewahrheitet. 
Nanosekundenlaser sind seit jeher „State of the art“ und es ist heißt abwarten, welche Studien zu „Pico-Technologie“ auf uns zukommen.

Welche LASER verwenden wir bei „theaesthetics“?

Wir verwenden eine Kombination aus zwei Systemen:

Schnell gepulste „Q-switched“ oder auch „QS“ Laser zur Lösung des Pigments und einen modernen Fraxel-Laser, um den Abtransport des Pigments noch weiter zu beschleunigen. Dieser zweite Laser, der unmittelbar danach zu Anwendung kommt, hilft dem Körper das Pigment von allen Seiten abzutragen.

Ablauf der Behandlung:

Die Anzahl der Behandlungen, die man benötigt um eine Tätowierung zu entfernen, hängt von der Farbtiefe, Farbmenge und Farbe an sich ab und kann im Normalfall zwischen 4-8 Sitzungen betragen, in seltenen Fällen auch mehr.

Wichtig ist vor allem in den ersten Sitzungen die Energie eher defensiv zu wählen, da besonders dunkle Tätowierungen mehr Laserenergie aufnehmen und damit die Erhitzung des Gewebes und die verbundene Narbenbildung wahrscheinlicher sind. Wenn im Laufe der Behandlungen – der Abstand sollte immer 4-6 Wochen betragen – die Farbe ablässt, kann die Energie mit zunehmender Anzahl der Sitzungen erhöht werden.

Nach der Behandlung:

Sonne sollte nach der Behandlung eher gemieden werden, gebräunte Haut ist ebenso nachteilig. Sowohl die natürliche Sonne als auch das Solarium sind daher bis 6 Wochen nach der letzten Behandlung tabu. Unmittelbar nach Abschluss des Behandlungszyklus sollte das Areal gekühlt werden und 5 bis 10 Minuten danach mit einem Salbenverband versorgt werden.

Nebenwirkungen einer Laserbehandlung zum Entfernen von Tattoos:

Kurzfristige Nebenwirkungen:

  • „whitening“ – durch die starke Erhitzung des Pigments kommt es zu Erhitzung der Flüssigkeit in den Zellen und damit zur Entstehung von Dampf. Dieser Dampf bläht die oberen Hautschichten auf wodurch sich diese weiß verfärben.
  • Rötungen und Schwellungen – diese sind auch aufgrund der Hitzeentwicklung und meist nach 24 Stunden nicht mehr sichtbar.
  • Leichte Blutungen und Blasenbildungen mit Krustenbildung – diese könnten je nach Ausprägung wenige Tage bis Wochen zur Abheilung benötigen.
  • Hypopigmentierungen – das Laserlicht zerstört die natürliche Pigmentierung der Haut ebenso wie die Tattoo Farben. Umso dunkler die Haut ist, desto wahrscheinlicher tritt dies auf. Meist bestehen diese Aufhellungen 6-9 Monate.
  • Hyperpigmentierung – das Gegenteil von Hypopigmentierung: die Haut wird dunkler im Behandlungsareal.
  • Anhaltende Pigmentverschiebungen und Vernarbungen. Dies hat meist mit der falschen Anwendung der Laser zu tun, kann aber auch bei dunkelhäutigen Patientinnen entstehen, selbst wenn das System korrekt angewendet wird.

Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass eine möglichst narbenfreie Tattoo-Entfernung Geduld braucht. Moderne QS-NdYag Laser in Kombination mit Fraxel Laser, haben sich bei dunklen Tattoos ebenbürtig zu Picolasern erweisen. Letztere könnten auch Veränderungen der Zellstruktur mit sich bringen und sind aus unserer persönlichen Sicht daher den bewährten Systemen nicht vorzuziehen.

Die Kombination aus den zwei Lasern in unserer Ordination und 18 Jahren Erfahrung in der Tattoo Entfernung unserer Expertin Adriane Deifel, garantiert auf jeden Fall eine sichere Behandlung.