Wer ist ein guter Arzt

Ärzte und selbsternannte Experten

Woran erkennen Patienten einen „guten“ Arzt?

Die ästhetische Medizin steht heute vor der Herausforderung, dass immer mehr Ärzte auf den Markt kommen, die Botox- oder Fillerbehandlungen anbieten. Die erhöhte Auswahl stellt potentielle Patienten vor die Problemstellung, zu entscheiden, welcher Arzt „der Richtige“ für sie ist. Auch wir bei The Aesthetics stellen uns die Fragen: „Welche Kriterien machen einen guten Arzt aus?“, „Wie werde ich als Arzt ein Experte?“, „Was genau ist ein Experte?“ und „Wie wählt ein Patient den richtigen Arzt für sich aus?“.

Vorweg ist zu sagen, dass die ästhetische Medizin ein Bereich der Medizin ist, bei dem unter anderem mehr Geld verdient werden kann als in anderen Fächern. Dies lockt natürlich den einen oder anderen Arzt, in diesem Feld tätig zu werden. Eine weitere Entwicklung ist, dass sich die verwendeten Produkte in den letzten zehn Jahren stark verbessert haben, aber auch immer ähnlicher bzw. vergleichbarer werden. Des Weiteren wurden, aufgrund von anatomischen Studien, neue Schichten und Strukturen im Gesicht und Körper entdeckt, wodurch sich auch die Techniken und Möglichkeiten, wo bzw. wie Botox und Filler gespritzt werden, erweitert haben.

Welche Kriterien machen einen „guten“ Arzt aus?

Ist es der Preis, zu dem die Unterspritzungen angeboten werden? Heißt das, dass ein hoher Preis auf eine hohe Qualität schließen lässt und ein niedriger Preis auf eine geringe? Das kann in manchen Fällen stimmen, ist aber sicherlich keine Garantie. Oder ist doch derjenige der „Beste“ der die meisten Bewertungen gesammelt oder „geschrieben“ hat?

Wie sieht es mit den Produkten aus, die verwendet werden?

Wie bereits erwähnt, werden diese in den letzten Jahren immer ähnlicher in ihrer Qualität und somit sind auch sie kein ausschlaggebendes Kriterium – vorausgesetzt natürlich, dass sie von einem namhaften Anbieter bezogen werden.

Unseres Erachtens nach geht es in erster Linie um das Können des Arztes, das Verständnis für die Problemstellung und in weiterer Folge die Herangehensweise um ein optimales, und weitgehend natürliches, Ergebnis zu erzielen. Als das WISSEN und die HANDFERTIGKEIT des Arztes.

Die Entwicklung von individualisierten Konzepten trennt die Spreu vom Weizen!

Die negativen Auswirkungen von „schlechten“ Behandlungen sind schnell erkennbar: hierbei kann es sich um starre und eingefrorene Gesichter handeln oder es wurde an den falschen Stellen zu viel Volumen hinzugefügt. Schlauchbootlippen oder grotesk aufgespritzte Gesichter sind das Ergebnis, wie wir es sogar von dem einen oder anderen Star kennen.  Ziel sollte sein, dass sich das Gesicht weiterhin natürlich bewegt. Ein guter Arzt kennt die Anatomie des Menschen und geht individuell auf seine Patienten ein. Das Wissen, wie ein Gefäß nicht nur zweidimensional, sondern auch dreidimensional verläuft, welche Muskeln wie miteinander behandelt werden können und in welche Schichten welcher Filler appliziert werden kann, ist elementar.

Was macht einen Experten aus?

Die Fragen, die sich hierbei stellen, sind: „Wie wird ein Arzt Experte?“ und „Wer vergibt die Bezeichnung Experte? Macht das der jeweilige Arzt selbst?“. Die Realität zeigt, dass „Experte“ kein rechtlich geschützter Begriff ist und es deshalb sehr wohl dazu kommen kann, dass es sogenannte „selbsternannte Experten“ gibt. Nach Auffassung von Dr. Rolf Bartsch ist ein Experte jemand, der sich intensiv, und das über einen sehr langen Zeitraum, mit einem Thema beschäftigt und sich auf dieses spezialisiert. An dieser Stelle ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Dies wird zum einen durch die laufende Weiterbildung auf dem Gebiet und zum anderen durch die Teilnahme an und den Austausch auf internationalen Kongressen und Experten-Summits gewährleistet. Zudem ist eine weitere Möglichkeit, das eigene Wissen zu vertiefen und zu festigen, die Weitergabe von Wissen zum Beispiel in Form von Vorträgen und Workshops.

Wie wichtig ist Expertentum bei der Wahl des Arztes?

Neben den Kenntnissen des Arztes, sprich, dem Wissen um die Anatomie des Menschen, braucht es vor allem Praxiserfahrung auf einem Gebiet. Jemand, der viele Sachen gleichzeitig anbietet, kann daher schwer ein Experte auf all diesen Gebieten sein. Die ästhetische Medizin entwickelt sich dazu viel zu rasant.

Welche Aussagekraft haben Empfehlungen – im Internet und von Bekannten?

Empfehlungen bzw. Bewertungen im Internet haben auf jeden Fall ihre Berechtigung. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten, da es möglich ist, diese zu kaufen. Somit sind viele Empfehlungen kein sicherer Garant für eine hohe Qualität. Vielmehr sollte darauf geachtet werden, dass die Bewertungen echt sind. Wenn man sich Meinungen auf solchen Plattformen holt, sollte das Gesamtbild zählen und nicht Aussage einzelner. Die persönliche Empfehlung empfinden wir jedoch meistens als die Beste.

Worauf Sie immer hören sollten – Ihr Bauchgefühl!

Fühlen Sie sich von dem Arzt verstanden und dort gut aufgehoben? Treffen die Vorher/Nachher-Bilder Ihren Geschmack? Hören Sie während des Erstgesprächs in sich hinein! Ihr Bauchgefühl betrügt Sie nicht!

Fazit

Auf einem Markt, auf den immer mehr Anbieter drängen, ist es für Patienten sehr wichtig geworden, zwischen jemanden, der wirklich „gut“ ist, und jemanden, der sich nur „nach außen hin gut verkauft“, zu unterscheiden. Doch wie kann ein potentieller Patient dies erkennen? Nach unserem Erachten liegt es weniger an den verwendeten Produkten, dem Preis, den Patientenbewertungen, Likes oder Followern. Vielmehr ist es das Expertentum, das Wissen des Arztes und das Angebot von individualisierten Konzepten. Last but not least sollte die Chemie zwischen Ihnen und dem Arzt stimmen – vertrauen Sie hierbei auf Ihr Bauchgefühl!